Kompetenzzentrum für Waldmedizin und Naturtherapie
Die zunehmende Verstädterung, die Umweltbelastungen einhergehend mit einem rasanten Wandel unseres privaten und beruflichen Alltags und die zurückliegenden Herausforderungen einer Pandemie haben uns den Wald als kostbaren naturgegebenen Lebensraum wiederentdecken lassen. Jeder weiß, wie wohltuend und erholsam ein Aufenthalt in der Natur, in einem Garten oder in einem Wald sein kann. Der Wald als wiederentdecktes Heilmittel, auch in Kombination mit den anderen anerkannten Naturheilverfahren, wie den Kneipp-Verfahren, ist nicht nur ein nebenwirkungsarmes, sondern auch ein kostengünstiges Heilmittel.
Durch Studien in verschiedenen Ländern wurde bereits der Nachweis erbracht, dass Wald- und Naturflächen heilsame Wirkungen entfalten und sogar die Behandlung zahlreicher Zivilisationskrankheiten unterstützen können. Die Forschung der gesundheitlichen Effekte von Wald- und Naturaufenthalten auf uns Menschen steht jedoch am Anfang. Viele Fragen sind noch offen. Ein solides Qualitätsmanagement und laufende Evaluationen sind erforderlich.
Gründe genug, 2022 das Kompetenzzentrum für Waldmedizin und Naturtherapie zu gründen. Das Kompetenzzentrum verfolgt wichtige Ziele:
- Qualitätsstandards für eine professionelle Fort- und Weiterbildung von Waldgesundheitstrainern und Waldtherapeuten festlegen
- Informationsplattform für Dozenten der beteiligten Fachrichtungen und den Absolventen der Fortbildungskurse schaffen
- Beratung von Einrichtungen, die sich für das präventive bzw. therapeutische Setting interessieren
- Impulse für einen inter- und transdisziplinären wissenschaftlichen Austausch geben
Nicht zuletzt sieht sich das Kompetenzzentrum auch verpflichtet, durch die Nutzung des Waldes und der Natur als Heilmittel das ökologische Bewusstsein zu fördern und somit auch einen Beitrag zur Gesundung des Waldes selbst zu leisten.
Nur in Kooperation mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und im internationalen Dialog kann diese zukunftsweisende Aufgabe gemeistert werden.